Höchste Atmungsaktivität

Wolle ist eine hygroskopische und gleichzeitig hydrophobe Faser. Winzige Poren in der Außenhaut (Cuticula) ermöglichen es, dass Dampf bis zum Kern der Faser vordringt. Wolle ist in der Lage, bis zu 36 % ihres Trockengewichts in Dampfform aufzunehmen und wieder abzugeben, ohne sich feucht oder klamm anzufühlen. Das ist doppelt so viel wie Baumwolle und 30 Mal so viel wie Polyester. Das macht lavalan sehr atmungsaktiv, schnell trocknend und lässt die Wattierung auch bei Regen und Schweißbildung warm halten. Wolle nimmt Feuchtigkeit aus der Umgebung mit höherer Luftfeuchtigkeit auf und gibt sie an die trockenere Umwelt ab. Durch diese individuelle Anpassungsfähigkeit ist Wolle ein „Temperaturregler“, der bei Kälte warm hält und bei Wärme kühlend wirkt.

Aktive Isolierung

Die Wollfasern bestehen aus unzähligen Hohlräumen, die die Körperwärme perfekt einschließen können. Dieser Effekt wird durch die gewellte Struktur der Faser, die so genannte Kräuselung, verstärkt. Diese verleiht lavalan einen natürlichen Bausch und bildet Millionen winziger Lufteinschlüsse, welche eine thermische Barriere erzeugen und hervorragende isolierende Eigenschaften aufweisen. Da Wolle temperaturregulierend wirkt (Feuchtigkeitsmanagement), hat sie auch einen kühlenden Effekt und schützt vor Überhitzung bei intensiver Aktivität oder unerwartet warmen Temperaturen. So sorgt lavalan unabhängig vom Aktivitätsgrad oder bei Temperaturschwankungen immer für angenehme, wohlige Wärme.

Geruchsneutralisierung

Durch Schwitzen reguliert der menschliche Körper seine Temperatur auf natürliche Weise, insbesondere als Reaktion auf warme Temperaturen oder intensive Bewegung. Wer viel schwitzt, bildet Schweiß, der von Natur aus jedoch nicht schlecht riecht. Was wir als unangenehmen Schweißgeruch empfinden, entsteht erst mit der Zeit, wenn sich auf unserer Kleidung Bakterien bilden. Die Fähigkeit von Wolle, Feuchtigkeit in Dampfform aufzunehmen und abzutransportieren, verhindert die Bildung dieser Bakterien. Wollfasern haben sogar selbstreinigende und schmutzneutralisierende Eigenschaften. Mit lavalan wattierte Kleidung kann also länger ohne unnötiges Waschen getragen werden.

Sonstige

Wolle ist eine molekulare Spiralfeder. Dadurch ist die Faser extrem stark, elastisch und widerstandsfähig. Sie kann über 30.000 Mal gebogen werden, bevor sie bricht; bei Baumwolle sind es nur 3.000 Mal. Diese Eigenschaften machen lavalan äußerst robust, strapazierfähig und abriebbeständig. Im nassen Zustand kann die Faser um bis zu 50 % gedehnt werden (im trockenen Zustand um 30 %) und springt anschließend in ihre ursprüngliche Form zurück. Dank der Elastizität der Faser ist unser lavalan Füllmaterial schön bauschig und lässt sich gut komprimieren.

Wolle ist nicht allergen

Wolle hat weder ein Allergiepotenzial noch ist sie auf andere Weise gesundheitsschädlich. Trotz des tierischen Ursprungs gibt es für Allergiker also keinen Grund, auf unsere Produkte zu verzichten. Außerdem sind Wollfasern antistatisch und ziehen Fusseln und Flusen deshalb weniger stark an.

Die Wollfaser

Durch die Evolution erprobt und durch fortschrittliche Zucht weiterentwickelt, ist Wolle zu einer Wunderfaser der Natur geworden, die zahlreiche herausragende Vorteile gegenüber Kunstfasern aufweist. Wolle ist eine natürliche Proteinfaser, die aus den Follikeln in der Haut des Schafs wächst. Sie ist dem menschlichen Haar insofern ähnlich, da sie aus einem Protein vom Typ Kreatin besteht. Chemisch gesehen enthalten diese Proteinketten fünf Elemente: Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff und Schwefel. Diese fünf Elemente sind zu 19 Aminosäuren zusammengeschlossen, die in leiterartigen Polypeptidketten miteinander verbunden sind